Narbonne,
das Zentrum der Badeorte des Departements Aude am Golfe du Lion,
ist zwar nicht die offizielle Hauptstadt, bildet aber dennoch
mit seinen rund 50.000 Einwohnern und einem beachtlichen Einzugsgebiet
ein wichtiges Verwaltungszentrum. Mit eigener Sous-Prefecture
nebst dazugehöriger Ämterstruktur sowie wichtigen Einkaufszentren, die sich auf mehrere Gewerbegebiete am Rande der Stadt verteilen ist das Departement Aude zumindest im Bereich der Küste
auf diese Stadt ausgerichtet.
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Kanal im Zentrum von Narbonne
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Eine
umfangreiche Polyklinik, ein Stadion des veritablen Rugbyclubs
Racing Club de Narbonne Méditeranée (RC Narbonne), ein ansehnlicher Theaterbau und nicht zuletzt die Vielzahl historischer Bauten machen Narbonne zu einem Zentrum, welches sich neben der eigentlichen Departementhauptstadt Carcassonne keinesfalls verstecken muss. Vielleicht ist es hier etwas gemütlicher und ein wenig persönlicher. Recht schnell kennen sich auch die Urlauber aus, die Innenstadt ist überschaubar
und daher auch gut zu Fuss zu erkunden. |

Uferpromenade am Kanal in Narbonne |
Die
wichtigen Einkaufsmärkte sind schnell gefunden, und entlang des grossen Kanals findet sich alles, was der Besucher an südfranzösischem Flair zu sehen wünscht. Kleine Brücken führen über den Canal de la Robine, mit den üblichen Betonbalustraden oder stilvoll verspielt gearbeiteten Geländern in Schmiedeeisen- und Gusstechnik überzogen vom typischen zentimeterdicken Farbanstrich. Die zahllosen Gammelfassaden vieler Häuser, die im Urlaub plötzlich als malerisch empfunden werden, wogegen man zuhause eben genau dies als Sanierungsstau ansehen würde, sind stilgebendes Element. Aber hier ist nun mal der Süden Frankreichs, und es ist Urlaub, und genau dieses Ambiente wünscht man sich für die schönste
Zeit des Jahres.
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Kanal in Narbonne
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Gerne
sucht und betrachtet man das "Fremde", dabei unterscheidet sich der Alltag eines Narbonnais bei weitem nicht so tiefgreifend von dem eines Mitteleuropäers,
wie es auf den ersten Blick scheinen mag. |
Ein
ganz tauglich funktionierendes System von Stadtbussen mindert
den üblichen Verkehrskollaps, ohne ihn ernsthaft zu gefährden, Parkraum ist umkämpft,
wie in jeder anderen Stadt der zivilisierten Welt, Fastfoodketten
dominieren den Markt des kulinarischen Bedarfs, und die Discounter
haben die selben bekannten Farben wie zuhause.
Vielleicht geht aber alles ein wenig langsamer, einfach gelassener.
Klingt für
mitteleuropäisches Gemüt angenehm, hat aber auch zur Folge, dass Alle
im System Beteiligten leicht entschleunigt das Leben betrachten.
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Mal
ein Streik, mal die eine oder andere Wartezeit, und manchmal
geht schlicht gar nichts voran. Wer bereit ist, damit zu leben,
oder dies sogar mag, der könnte sich bisweilen gar dem Gedanken
hingeben, seinen Lebensmittelpunkt zu verlagern, um es vielen
seiner Landsleute gleichzutun, und hier im Midi nach neuen Ufern
des Lebens zu suchen. |